Haus der Familie
Vaterstetten

Konzept

Städtebaulich bildet der Ersatzneubau für das alte Pfarrzentrum das Pendant zum Rathaus und definiert die südliche Kante des Ortszentrums von Vaterstetten neu.

Der Bauraum war sehr begrenzt, sodass eine Stapelung der unterschiedlichen Funktionsbereiche als eigenständige Einheiten erforderlich war. Im Erdgeschoß befindet sich der 3-gruppige Kindergarten, im 1. Obergeschoß der Hort mit 2 Gruppen. Im Untergeschoß wurde gegen Ende der Bauzeit nachträglich eine Kinderkrippe mit 2 Gruppen untergebracht. Das Dachgeschoß nimmt 2 Pfarrsäle mit Foyer, Küche und Nebenräumen auf. Verbindendes Element ist das zylindrische Treppenhaus, mit einer sich über alle Geschoße erstreckenden Lichtinstallation.

Die Tragstruktur, elementierte Bauteile sowie die Baustoffe wurden unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gewählt: Ein Stahlbetonskelett für die unteren Geschoße, sowie eine, die komplette Gebäudetiefe überspannende leichte Stahlkonstruktion im Dachgeschoß ermöglichen eine flexible Grundrissgestaltung, auch im Hinblick für spätere Umbauten.

Holzwerkstoffe – CO2 Speicher – wurden als bevorzugter Baustoff für Fassade und Innenausbau verwendet. Holz aus lokalen Ressourcen, dient als Energieträger in Form von Hackschnitzeln für die Heizzentrale, die über ein Nahwärmenetz die gesamte Liegenschaft mit Wärme versorgt.
Die nach Süden ausgerichtete Dachfläche trägt ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einem Jahresertrag von ca. 42.000 KWh.

Der Primärenergiebedarf beträgt 23% des gemäß EnEV erforderlichen Soll-Wertes.

Mit der Neugestaltung des gesamten Platzes zwischen Kirche, bestehendem Jugendheim, Pfarrhaus und Neubau, werden die verschiedenen Gebäude der Pfarrei zu einer Einheit verbunden.